
Sa, 27.06.2026
14:00 Uhr
Talk
Ca. 60 Minuten
conversation pieces_Empathie
Die Gesprächsreihe conversation pieces nimmt Technologien des Alltags zum Ausgangspunkt und situiert diese im Kontext des Schwimmbads. Jede Ausgabe geht von einem Text aus, der den thematischen Rahmen bildet und als gemeinsamer Bezugspunkt dient. Eingeladen sind Gäst:innen, die sich aus künstlerischer, theoretischer oder technologischer Perspektive mit dem Thema auseinandersetzen und ihre Gedanken oder eigene Arbeiten im Austausch dazu teilen. Hier, wo wir schwerelos im Wasser treiben können und das plätschernde Wasser ein anregendes Grundrauschen bildet, stellt sich auch die Frage, welche Technologien uns tragen und welche uns stattdessen mit (nach unten) reißen.
Susan Sontags Essay Das Leiden anderer betrachten (2003) hinterfragt die verbreitete Annahme, dass Bilder von Leid und Gewalt automatisch Mitgefühl erzeugen und zu politischer Reaktion oder gar Handlung motivieren. Über zwanzig Jahre nach seiner Entstehung liest sich der Text wie seiner eigenen Zeit voraus; als Analyse einer Welt, die Sontag selbst noch nicht kannte. Was bedeutet es, empathisch zu sein in einer Zeit des stetigen Bildkonsums und welche (medienästhetischen) Alternativen stehen uns zur Verfügung? Was können wir der Maschinerie der Einfühlung entgegenstellen, ohne dabei unseren politischen Handlungsspielraum zu verringern? Im Austausch um die kritischen Potenziale sowie die Verfehlungen von Empathie sind Alona Karavai und Vanessa Oberin.
Die Gesprächsreihe conversation pieces wird kuratiert von Anna-Lena Panter im Rahmen der Kooperation von transmediale x Tropez.
Die Gespräche finden auf Deutsch statt.
Foto: Leo Trotsenko, Servus, video still, 2024, courtesy by the artist
Über die Kurator:innen
transmediale ist ein jährliches Festival und ein Raum für die kritische Reflexion von Kunst und Technologie. Das jährliche Festival bringt transdisziplinäre Communities und diverse Publika mit einem Interesse an digitalen Kulturen zusammen, um neue Perspektiven auf unser technologisches Zeitalter zu entwickeln. Das transmediale Festival findet jährlich Ende Januar statt und bildet den Kern des Programms der Organisation. Über das jährliche Event hinaus ist transmediale eine transversale, dynamische Plattform mit einer lebendigen Community und einem starken Netzwerk, das ganzjährige Aktivitäten ermöglicht, darunter Publikationen, studio Veranstaltungen und ein Residency Programm. In 2027 wird die 40. Ausgabe der transmediale stattfinden.
https://transmediale.de/en
Anna-Lena Panter organisiert, kuratiert und lektoriert zwischen Berlin und Wien. Seit 2020 arbeitet sie in verschiedenen Funktionen bei transmediale festival in Berlin. Derzeit koordiniert sie das Festivalprogramm und ist verantwortlich für ganzjährige Studioaktivitäten sowie die Residencies von transmediale. Mit einem Hintergrund in Publikationspraktiken organisiert sie Ausstellungen, Diskursformate und Zusammenkünfte.
Über die Gästinnen
Alona Karavai ist Kulturmanagerin und Kuratorin aus der Ukraine. Sie ist Mitbegründerin des Projektraums Asortymentna Kimnata in Iwano-Frankiwsk sowie des Kunstmediums post impreza. Sie arbeitete im Zentrum für zeitgenössische Kunst Izolyatsia, als dieses noch in Donezk ansässig war, bis sie zur Flucht gezwungen wurde. Nach dem erzwungenen Ortswechsel gründete sie mehrere künstlerische Initiativen mit, darunter die School of Contemporary Art fra fra fra, die sich mit Notfall-Residenzen sowie Programmen für geflüchtete Künstler*innen und Künstler*innen mit Kriegserfahrung in der Ukraine befasst. Sie lebt in Kyjiw und arbeitet zu den Themen Peripherie, Abwesenheit sowie Vitalität und Tod.
Vanessa Oberin ist Kunst- und Medienwissenschaftlerin und arbeitet als Dozentin und freie Autorin in Berlin. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich von Körper-, Sinnes- und Affekttheorien, Medienästhetik sowie Gegenwartskunst. Von 2018 bis 2023 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungskolleg „Sensing: Zum Wissen sensibler Medien“ am Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM) in Potsdam. Seit 2024 lehrt sie im Studiengang der Europäischen Medienwissenschaft der FH und Universität Potsdam. Aktuell beendet sie ihr Promotionsprojekt Kunst des Hineinversetzens: Ambivalenzen einer zeitgenössischen Medienästhetik der Empathie.
Sa, 27.06.2026
14:00 Uhr
Talk
Ca. 60 Minuten
conversation pieces_Empathie
Die Gesprächsreihe conversation pieces nimmt Technologien des Alltags zum Ausgangspunkt und situiert diese im Kontext des Schwimmbads. Jede Ausgabe geht von einem Text aus, der den thematischen Rahmen bildet und als gemeinsamer Bezugspunkt dient. Eingeladen sind Gäst:innen, die sich aus künstlerischer, theoretischer oder technologischer Perspektive mit dem Thema auseinandersetzen und ihre Gedanken oder eigene Arbeiten im Austausch dazu teilen. Hier, wo wir schwerelos im Wasser treiben können und das plätschernde Wasser ein anregendes Grundrauschen bildet, stellt sich auch die Frage, welche Technologien uns tragen und welche uns stattdessen mit (nach unten) reißen.
Susan Sontags Essay Das Leiden anderer betrachten (2003) hinterfragt die verbreitete Annahme, dass Bilder von Leid und Gewalt automatisch Mitgefühl erzeugen und zu politischer Reaktion oder gar Handlung motivieren. Über zwanzig Jahre nach seiner Entstehung liest sich der Text wie seiner eigenen Zeit voraus; als Analyse einer Welt, die Sontag selbst noch nicht kannte. Was bedeutet es, empathisch zu sein in einer Zeit des stetigen Bildkonsums und welche (medienästhetischen) Alternativen stehen uns zur Verfügung? Was können wir der Maschinerie der Einfühlung entgegenstellen, ohne dabei unseren politischen Handlungsspielraum zu verringern? Im Austausch um die kritischen Potenziale sowie die Verfehlungen von Empathie sind Alona Karavai und Vanessa Oberin.
Die Gesprächsreihe conversation pieces wird kuratiert von Anna-Lena Panter im Rahmen der Kooperation von transmediale x Tropez.
Die Gespräche finden auf Deutsch statt.
Foto: Leo Trotsenko, Servus, video still, 2024, courtesy by the artist
Über die Kurator:innen
transmediale ist ein jährliches Festival und ein Raum für die kritische Reflexion von Kunst und Technologie. Das jährliche Festival bringt transdisziplinäre Communities und diverse Publika mit einem Interesse an digitalen Kulturen zusammen, um neue Perspektiven auf unser technologisches Zeitalter zu entwickeln. Das transmediale Festival findet jährlich Ende Januar statt und bildet den Kern des Programms der Organisation. Über das jährliche Event hinaus ist transmediale eine transversale, dynamische Plattform mit einer lebendigen Community und einem starken Netzwerk, das ganzjährige Aktivitäten ermöglicht, darunter Publikationen, studio Veranstaltungen und ein Residency Programm. In 2027 wird die 40. Ausgabe der transmediale stattfinden.
https://transmediale.de/en
Anna-Lena Panter organisiert, kuratiert und lektoriert zwischen Berlin und Wien. Seit 2020 arbeitet sie in verschiedenen Funktionen bei transmediale festival in Berlin. Derzeit koordiniert sie das Festivalprogramm und ist verantwortlich für ganzjährige Studioaktivitäten sowie die Residencies von transmediale. Mit einem Hintergrund in Publikationspraktiken organisiert sie Ausstellungen, Diskursformate und Zusammenkünfte.
Über die Gästinnen
Alona Karavai ist Kulturmanagerin und Kuratorin aus der Ukraine. Sie ist Mitbegründerin des Projektraums Asortymentna Kimnata in Iwano-Frankiwsk sowie des Kunstmediums post impreza. Sie arbeitete im Zentrum für zeitgenössische Kunst Izolyatsia, als dieses noch in Donezk ansässig war, bis sie zur Flucht gezwungen wurde. Nach dem erzwungenen Ortswechsel gründete sie mehrere künstlerische Initiativen mit, darunter die School of Contemporary Art fra fra fra, die sich mit Notfall-Residenzen sowie Programmen für geflüchtete Künstler*innen und Künstler*innen mit Kriegserfahrung in der Ukraine befasst. Sie lebt in Kyjiw und arbeitet zu den Themen Peripherie, Abwesenheit sowie Vitalität und Tod.
Vanessa Oberin ist Kunst- und Medienwissenschaftlerin und arbeitet als Dozentin und freie Autorin in Berlin. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich von Körper-, Sinnes- und Affekttheorien, Medienästhetik sowie Gegenwartskunst. Von 2018 bis 2023 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungskolleg „Sensing: Zum Wissen sensibler Medien“ am Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM) in Potsdam. Seit 2024 lehrt sie im Studiengang der Europäischen Medienwissenschaft der FH und Universität Potsdam. Aktuell beendet sie ihr Promotionsprojekt Kunst des Hineinversetzens: Ambivalenzen einer zeitgenössischen Medienästhetik der Empathie.
TROPEZ
im Sommerbad Humboldthain
Wiesenstraße 1, 13357 Berlin
Google Maps
Montag – Sonntag
10.00 h – 18.00 h


TROPEZ
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10.00 h – 18.00 h
