
Sa, 08.08.2026
15:00 Uhr
Talk
Ca. 60 Minuten
conversation pieces
Die Gesprächsreihe conversation pieces nimmt Technologien des Alltags zum Ausgangspunkt und situiert diese im Kontext des Schwimmbads. Jede Ausgabe geht von einem Text aus, der den thematischen Rahmen bildet und als gemeinsamer Bezugspunkt dient. Eingeladen sind Gäst:innen, die sich aus künstlerischer, theoretischer oder technologischer Perspektive mit dem Thema auseinandersetzen und ihre Gedanken oder eigene Arbeiten im Austausch dazu teilen.
Was bedeutet es, zu halten: als technologische wie als kulturelle Praxis? Und welche alternativen Narrative über Technologie eröffnen sich, wenn wir aufhören, sie als Werkzeug der Eroberung zu denken? Die Autorin Ursula K Le Guin hat vorwiegend Science Fiction und politische Utopien geschrieben und dabei vorgeschlagen, die Geschichte der Menschheit nicht als Heldenerzählung zu denken, sondern als die Geschichte dessen, was wir tragen, was wir sammeln, aufbewahren und weitergeben. Die Tragetaschentheorie der Fiktion (1986) bildet den Ausgangspunkt eines feministischen Gegenentwurfs zur dominanten Erzählung der Technologiegeschichte. Anhand von Fragen zu Infrastruktur, Fürsorgearbeit sowie dem Zusammenhang von spekulativen Feminismen und dem politischen Potential von Science Fiction sind Marina Naprushkina und Hannah Wallenfels miteinander im Gespräch, moderiert von Anna-Lena Panter.
Die Gesprächsreihe conversation pieces wird kuratiert von Anna-Lena Panter im Rahmen der Kooperation von transmediale x Tropez.
Die Gespräche finden auf Deutsch statt.
Foto: Marina Naprushkina, Mama, how much longer? video still, 2025, courtesy by the artist
Über die Kurator:innen
transmediale ist ein jährliches Festival und ein Raum für die kritische Reflexion von Kunst und Technologie. Das jährliche Festival bringt transdisziplinäre Communities und diverse Publika mit einem Interesse an digitalen Kulturen zusammen, um neue Perspektiven auf unser technologisches Zeitalter zu entwickeln. Das transmediale Festival findet jährlich Ende Januar statt und bildet den Kern des Programms der Organisation. Über das jährliche Event hinaus ist transmediale eine transversale, dynamische Plattform mit einer lebendigen Community und einem starken Netzwerk, das ganzjährige Aktivitäten ermöglicht, darunter Publikationen, studio Veranstaltungen und ein Residency Programm. In 2027 wird die 40. Ausgabe der transmediale stattfinden.
https://transmediale.de/en
Anna-Lena Panter organisiert, kuratiert und lektoriert zwischen Berlin und Wien. Seit 2020 arbeitet sie in verschiedenen Funktionen bei transmediale festival in Berlin. Derzeit koordiniert sie das Festivalprogramm und ist verantwortlich für ganzjährige Studioaktivitäten sowie die Residencies von transmediale. Mit einem Hintergrund in Publikationspraktiken organisiert sie Ausstellungen, Diskursformate und Zusammenkünfte.
Marina Naprushkina ist eine interdisziplinäre Künstlerin. Sie entwickelt Netzwerke, Strukturen und Räume, die auf Selbstorganisation basieren, und arbeitet sowohl in institutionellen als auch in unabhängigen Kontexten. Im Jahr 2007 gründete sie das Office for Anti-Propaganda, eine Plattform zur kritischen Untersuchung von Machtverhältnissen und der in nationalstaatlichen Strukturen verankerten Gewalt. Naprushkina untersucht Möglichkeiten und Formen der Resilienz, feministische Narrative und Care-Netzwerke, geprägt von intersektionaler und feministischer Kritik. Seit 2013 ist sie Mitbegründerin der Initiative Neue Nachbarschaft/Moabit, die sich dem Aufbau einer solidarischen Gemeinschaft zwischen Menschen mit und ohne Migrationserfahrung widmet.
Hannah Wallenfels fragt in verschiedenen Kontexten, wem Denken gehört und wer als Denker*in gilt. An der Schnittstelle von Philosophiegeschichte und feministischer Theorie untersucht sie aktuell, wie Autor*innenschaft und Autorität entstehen und sich verschieben, und lehrt dazu an verschiedenen Universitäten. Als Mitgründerin des Theoriekollektivs diffrakt entwickelt sie außerdem kollektive Formate jenseits des klassischen Vortrags: Veranstaltungsreihen, Workshops, Lesegruppen – zu Themen wie Care-Arbeit, Cyberfeminismus, Kanonkritik und Science Fiction.

Sa, 08.08.2026
15:00 Uhr
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Ca. 60 Minuten
conversation pieces
Die Gesprächsreihe conversation pieces nimmt Technologien des Alltags zum Ausgangspunkt und situiert diese im Kontext des Schwimmbads. Jede Ausgabe geht von einem Text aus, der den thematischen Rahmen bildet und als gemeinsamer Bezugspunkt dient. Eingeladen sind Gäst:innen, die sich aus künstlerischer, theoretischer oder technologischer Perspektive mit dem Thema auseinandersetzen und ihre Gedanken oder eigene Arbeiten im Austausch dazu teilen.
Was bedeutet es, zu halten: als technologische wie als kulturelle Praxis? Und welche alternativen Narrative über Technologie eröffnen sich, wenn wir aufhören, sie als Werkzeug der Eroberung zu denken? Die Autorin Ursula K Le Guin hat vorwiegend Science Fiction und politische Utopien geschrieben und dabei vorgeschlagen, die Geschichte der Menschheit nicht als Heldenerzählung zu denken, sondern als die Geschichte dessen, was wir tragen, was wir sammeln, aufbewahren und weitergeben. Die Tragetaschentheorie der Fiktion (1986) bildet den Ausgangspunkt eines feministischen Gegenentwurfs zur dominanten Erzählung der Technologiegeschichte. Anhand von Fragen zu Infrastruktur, Fürsorgearbeit sowie dem Zusammenhang von spekulativen Feminismen und dem politischen Potential von Science Fiction sind Marina Naprushkina und Hannah Wallenfels miteinander im Gespräch, moderiert von Anna-Lena Panter.
Die Gesprächsreihe conversation pieces wird kuratiert von Anna-Lena Panter im Rahmen der Kooperation von transmediale x Tropez.
Die Gespräche finden auf Deutsch statt.
Foto: Marina Naprushkina, Mama, how much longer? video still, 2025, courtesy by the artist
Über die Kurator:innen
transmediale ist ein jährliches Festival und ein Raum für die kritische Reflexion von Kunst und Technologie. Das jährliche Festival bringt transdisziplinäre Communities und diverse Publika mit einem Interesse an digitalen Kulturen zusammen, um neue Perspektiven auf unser technologisches Zeitalter zu entwickeln. Das transmediale Festival findet jährlich Ende Januar statt und bildet den Kern des Programms der Organisation. Über das jährliche Event hinaus ist transmediale eine transversale, dynamische Plattform mit einer lebendigen Community und einem starken Netzwerk, das ganzjährige Aktivitäten ermöglicht, darunter Publikationen, studio Veranstaltungen und ein Residency Programm. In 2027 wird die 40. Ausgabe der transmediale stattfinden.
https://transmediale.de/en
Anna-Lena Panter organisiert, kuratiert und lektoriert zwischen Berlin und Wien. Seit 2020 arbeitet sie in verschiedenen Funktionen bei transmediale festival in Berlin. Derzeit koordiniert sie das Festivalprogramm und ist verantwortlich für ganzjährige Studioaktivitäten sowie die Residencies von transmediale. Mit einem Hintergrund in Publikationspraktiken organisiert sie Ausstellungen, Diskursformate und Zusammenkünfte.
Marina Naprushkina ist eine interdisziplinäre Künstlerin. Sie entwickelt Netzwerke, Strukturen und Räume, die auf Selbstorganisation basieren, und arbeitet sowohl in institutionellen als auch in unabhängigen Kontexten. Im Jahr 2007 gründete sie das Office for Anti-Propaganda, eine Plattform zur kritischen Untersuchung von Machtverhältnissen und der in nationalstaatlichen Strukturen verankerten Gewalt. Naprushkina untersucht Möglichkeiten und Formen der Resilienz, feministische Narrative und Care-Netzwerke, geprägt von intersektionaler und feministischer Kritik. Seit 2013 ist sie Mitbegründerin der Initiative Neue Nachbarschaft/Moabit, die sich dem Aufbau einer solidarischen Gemeinschaft zwischen Menschen mit und ohne Migrationserfahrung widmet.
Hannah Wallenfels fragt in verschiedenen Kontexten, wem Denken gehört und wer als Denker*in gilt. An der Schnittstelle von Philosophiegeschichte und feministischer Theorie untersucht sie aktuell, wie Autor*innenschaft und Autorität entstehen und sich verschieben, und lehrt dazu an verschiedenen Universitäten. Als Mitgründerin des Theoriekollektivs diffrakt entwickelt sie außerdem kollektive Formate jenseits des klassischen Vortrags: Veranstaltungsreihen, Workshops, Lesegruppen – zu Themen wie Care-Arbeit, Cyberfeminismus, Kanonkritik und Science Fiction.
TROPEZ
im Sommerbad Humboldthain
Wiesenstraße 1, 13357 Berlin
Google Maps
Montag – Sonntag
10.00 h – 18.00 h


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10.00 h – 18.00 h
